19.07.2017

Ob Bachelor-, Master-, Diplom- oder Seminararbeit, Aufsatz oder Essay – überall wird von Fachliteratur Gebrauch gemacht, um sich über wichtige Sachverhalte zu informieren, den neuesten Stand der Forschung im Auge zu behalten und vor allem als Grundlage jeder wissenschaftlichen Arbeit. Damit man beim Recherchieren nicht in einem Meer aus mehr oder weniger relevanter Literatur versinkt, gibt es hier einige hilfreiche Tipps zur Herangehensweise und Organisation.

Literaturverzeichnis anlegen

Egal, wie groß die zu verfassende Arbeit ist und wie viel Zeit man gewillt ist zu investieren: die ganze Menge an Literatur und deren Inhalte kann sich niemand im Kopf merken. Und wie nervig und frustrierend ist es, ein Buch oder einen Textteil, den man eben zitieren wollte, nicht mehr finden zu können, weil man sich nichts dazu notiert hat?!
Das muss nicht sein. Eine einfache Excel-Tabelle reicht aus, um die wichtigsten Informationen zu filtern, zu notieren, zu ordnen und das entsprechende Buch dann schnell wiederzufinden. Neben Autor und Titel des Werkes ist es empfehlenswert, wichtige Schlüsselwörter aus dem Text zu notieren sowie den genauen Ort, an dem das Buch in der Bibliothek zu finden ist, gegebenenfalls die Abgabefrist und, falls vorhanden, Links zu weiteren Werken der gleichen Art.

Material regelmäßig sichten

Bei all den Publikationen, Essays, Fachartikeln und Einträgen, die man während der Recherche liest, kann es logischerweise vorkommen, dass man einige später gar nicht verwendet. Wenngleich erst einmal alle gelesenen Werke im Literaturverzeichnis vermerkt werden sollten, ist es trotzdem wichtig, die Einträge regelmäßig auf Relevanz zu prüfen. Möglicherweise wurde das eigentliche Thema der Arbeit leicht abgewandelt, sodass Teile der Literatur nicht mehr zitiert werden, oder bei genauerem Betrachten fallen ältere Werke raus, da sie nicht mehr aktuell genug sind. Damit verschafft man sich mehr Übersichtlichkeit und verhindert das große Chaos.

Genug Zeit einplanen

Besonders bei Abschlussarbeiten besteht das Risiko, sich mit dem Zeitaufwand ordentlich zu verschätzen – und das kann ernste Folgen haben. Mindestens ein Drittel der Bearbeitungszeit sollte für die Literaturrecherche eingeplant werden. Wer hier gründlich arbeitet, hat es nämlich anschließend beim Schreiben einfacher. Sicher, Fristen sind auch bei der Recherche wichtig, jedoch sollte im Zweifelsfall hier noch ein Puffer drin sein, bevor es während des Schreibens Unklarheiten gibt, weil das Thema aus Zeitmangel womöglich nicht ausreichend recherchiert wurde.

Regelmäßige Pausen und Zeit zum Kreativwerden

Mehrere Stunden am Stück Texte zu lesen, zu verstehen und deren Inhalt zu verarbeiten ist sowohl für Augen, Gehirn als auch für den restlichen Körper anstrengend. Um die Konzentration aufrecht zu erhalten, sollte man sich mehrere kleine Pausen mit etwas Bewegung, Snacks und Getränken gönnen, um physisch und mental gut durchzuhalten. Nur konzentriertes Arbeiten ist sinnvolles Arbeiten, und dazu gehört natürlich auch mal eine Viertelstunde um abzuschalten.
Am guten alten „eine Nacht drüber schlafen“ ist definitiv auch etwas Wahres dran, denn über Nacht verarbeitet das Gehirn Erlebtes und erlaubt es, am nächsten Morgen frisch und aus einer neuen Perspektive an das Thema heranzugehen. Dieser „Neustart“ kann sowohl aus einer festgefahrenen Situation helfen, als auch Ideen für die weitere Literatursuche fördern.

Aus Fehlern lernen

Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit muss man als Studierende/r nicht nur die eine große Abschlussarbeit verfassen, für die eine Literaturrecherche vonnöten ist, sondern im Laufe des Studiums mehrere von unterschiedlicher Länge, Thematik und Bearbeitungsdauer. Beste Gelegenheit also, zu reflektieren und auszuwerten, was bei der Literaturrecherche bisher gut funktioniert hat, wie viel Zeit man effektiv dafür brauchte und was durchaus noch verbesserungswürdig war. Vielleicht das Literaturverzeichnis, das noch durch eine Spalte für Anmerkungen oder Relevanz ergänzt werden könnte, oder das Zeitmanagement? Mancher arbeitet auch zuhause effektiver als in der Bibliothek, ein anderer kann sich am besten frühmorgens mit anspruchsvoller Literatur auseinandersetzen etc.

Fazit:

Die eigene Erfahrung hilft selbstverständlich am besten, den richtigen Weg zu finden, und mit den genannten 5 Tipps soll die ganze Prozedur noch ein bisschen vereinfacht werden, denn – zugegeben – Literaturrecherche ist meist nicht wirklich spaßig. Das Gefühl jedoch, am Ende eine perfekt recherchierte Arbeit gedruckt und gebunden zur Abgabe bereit in den Händen zu halten, ist den Aufwand doch allemal wert, nicht wahr?

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