21.06.2017

Was für ein Gefühl der der Erleichterung, der Textteil der Bachelorarbeit ist geschrieben, jetzt muss nur noch gedruckt und gebunden werden – oder nicht? Unter dem Endspurt darf natürlich keineswegs die Sorgfältigkeit leiden, deshalb hier ein paar kleine Anhaltspunkte, was vor dem Druck unbedingt noch einmal überprüft werden sollte (wer will schon eine fehlerhafte Arbeit abgeben?):

  • Formalia: Dazu gehören die vom Institut oder der Fakultät vorgeschriebenen Formatvorgaben wie Schriftart und –größe, Zeilenabstand, Blocksatz, eingerückte Absätze usw. Die Seitenzahlen fangen nach dem Inhaltsverzeichnis an und sind durchgehend bis zum Ende, die Seitenränder entsprechen den Vorgaben oder sind so gewählt, dass ein Korrekturrand erkennbar ist. Wichtig: damit der optische Rand nach der Bindung stimmt, auf der linken Seite 1 cm mehr einplanen, dieser „verschwindet“ später unter dem Bundsteg.
  • Rechtschreibung/Orthographie: der wichtigste und wohl auch zeitintensivste Punkt der Checkliste ist das Korrekturlesen, aber mal ehrlich: wegen Rechtschreibfehlern eine schlechtere Note zu bekommen ist so ärgerlich und vermeidbar, dass das Korrekturlesen ohne Zweifel die Quälerei wert ist. Apropos: nicht nur einmal und nicht nur selbst dransetzen, sondern auf jeden Fall mehrmals und von mindestens noch einer anderen Person drüberlesen lassen. Vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei. Außerdem auf Fehler wie das/dass, seid/seit, Kommasetzung, Groß-/Kleinschreibung, Silbentrennung und doppelte Leerzeichen achten.
  • Inhaltliches: Auch oder gerade wegen des Inhalts ist das Korrekturlesen wichtig. Vor allem ein zweiter Leser kann oft besser beurteilen, ob das Geschriebene kohärent, nachvollziehbar, verständlich und präzise ist. Gibt es vielleicht an einigen Stellen inhaltliche Dopplungen, die sich erst bei mehrmaligem Durchlesen bemerkbar machen? Gibt es Verweise auf spätere oder frühere Kapitel bzw. sind diese korrekt? Ist die Argumentation stringent und kann die These/Forschungsfrage etc. am Ende hinreichend beantwortet werden? Einen besonders guten Eindruck macht es, wenn im Schlussteil noch einmal der Inhalt und die Fragen, die in der Einleitung gestellt wurden, aufgegriffen werden.
  • Zitieren: Ein durchgehender, sinnvoller, anerkannter und vor allem korrekter Zitierstil ist für wissenschaftliche Arbeiten unheimlich wichtig um Plagiarismus zu vermeiden. Nachschlagewerke finden sich in jeder guten Bibliothek und die wichtigsten Informationen auch im Internet.
    Sind die Anführungszeichen gleichmäßig und korrekt gesetzt? Je nach Sprache, in der die Arbeit verfasst wird, gibt es Unterschiede: Im Deutschen am Beginn des Zitats unten, am Ende oben; im Englischen beide Male oben; im Französischen die beiden Pfeilspitzen, die das Zitat „einklammern“. Außerdem sollte geprüft werden, ob alle Quellen im Verzeichnis (alphabetisch) auftauchen.
  • Sonstiges: Ist die Selbständigkeitserklärung beigefügt? (nach dem Druck nicht vergessen zu unterschreiben!); stimmt das Abgabedatum und die Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis noch?

Wenn all das überprüft ist, ist eines ziemlich sicher: diese Bachelorarbeit kann guten Gewissens in den Druck gehen (am besten zu jeder Zeit und ganz bequem von zuhause aus über die Drucktheke) – und es ist Zeit das Geschaffte zu feiern!

Verfassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Dein Kommentar wird vor der Freischaltung von einem Admin moderiert.