26.04.2017

Große Erleichterung, die Abschlussarbeit ist geschafft. Gedruckt, gebunden, verteidigt und bewertet – Das Ende des Studiums steht vor der Tür. Doch was dann? Welche Möglichkeiten bietet der Bachelorabschluss? Für viele ist ein anschließendes Masterstudium selbstverständlich, doch es muss nicht unbedingt immer der herkömmliche Weg sein.

Mit einem Traineeship nach ganz oben

Eine hervorragende Alternative zum Masterstudium ist eine Stelle als Trainee in einer Firma. Besonders gute Chancen darauf hat man, wenn schon die Bachelorarbeit im Unternehmen geschrieben wurde. Aber auch ohne diesen Vorteil gibt es tatsächlich genug offene Stellen, die die Möglichkeit bieten, das Unternehmen von der Pike auf kennenzulernen. Das Reizvolle an einem Traineeship: das Ziel ist die Ausbildung und Einarbeitung von Führungskräften. Beste Chancen also, auf der Karriereleiter schnell nach oben zu klettern. Dass man dabei alle Abteilungen der Firma durchläuft, ist eine wertvolle Erfahrung, die man als Praktikant oder „normaler“ Berufseinsteiger eher selten macht.

Praktische und Berufserfahrung sammeln

Kein Student mehr, aber auch noch keinen Job an Land gezogen – eine schwierige Zwischenphase und Umgewöhnung für viele Absolventen. Die Suche nach einer Arbeitsstelle dauert im Schnitt etwa drei Monate, kein Grund also, sofort in Panik zu verfallen. Wer aber schon etwas länger vergebens sucht oder sich innerlich noch nicht bereit für einen festen Job fühlt, kann seine Fühler auch erst einmal nach einem Praktikum ausstrecken. Das macht sich später gut im Lebenslauf und man ist noch nicht sofort fest gebunden. Die etwas Wagemutigeren versuchen ihr Glück vielleicht auch im Ausland, bessern dadurch gleichzeitig noch ihre Fremdsprachkenntnisse auf und lernen ganz nebenbei neue Kulturen kennen.

Der Klassiker: weiterstudieren

Sofern mit BaföG oder privaten Finanzpolstern vereinbar, geht es nach dem Ende des Bachelors oft gleich mit dem Master weiter. Empfehlenswert für diejenigen, die mit Herz und Interesse dabei sind, aber Vorsicht: wer sich nur aus Angst vor dem Berufseinstieg dazu entscheidet, weiter zu studieren, läuft Gefahr sich früher oder später zu vertrödeln und das „wirkliche“ Ende seines Studiums unnötig hinauszuzögern. Dann doch lieber allen Mut zusammennehmen und den Berufseinstieg wagen.

Außerdem: es kann durchaus auch sinnvoll sein, das Masterstudium zu einem späteren Zeitpunkt anzusetzen. Nicht selten unterstützen Unternehmen ihre Mitarbeiter finanziell, die sich auf diese Art weiterbilden möchten. Und sich in das Arbeitsleben zu stürzen hilft ganz nebenbei, festzustellen, ob das Studierte in der Praxis auch den individuellen Ansprüchen an sich und den Beruf entspricht. Ist das nicht der Fall oder man möchte sich noch einmal in einem ganz anderen Fachbereich bilden, kann eine weitere Alternative auch ein zweites Bachelorstudium sein.

Welchen Weg man letztendlich einschlägt, sie führen alle auf ihre Weise zum Ziel. Wichtig ist und bleibt, sorgfältig auszuloten, welche Option persönlich die sinnvollste ist und aus welcher Motivation heraus man diese wählt.

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